Schlüssel-Kompetenz
Sicherheitstechnik birgt Umsatzpotenziale
Immer wieder fallen Haushalte auf unseriöse „Schlüssel-Notdienste“ herein, deren Rechnungen den Tatbestand des Wuchers erfüllen. Noch immer ist es nicht gelungen, unseriösen Anbietern von Öffnungsdiensten ihr Handwerk zu legen. „Der Schlossprofi“, eine im Rhein-Main-Gebiet funktionierende Kooperation von Metallhandwerksbetrieben, hat dennoch mehr erreicht, als nur vor Ort mit einer gemeinsamen Notrufnummer eine Alternative aufzubauen. Von den Festpreisen, zu denen sie ihre Dienstleistung anbieten, und die vom Kartellamt genehmigt ist, profitieren inzwischen alle Verbraucher. Denn immer mehr Richter, so Rainer Böddecker vom Fachverband Metall Hessen, orientieren sich an diesen Festpreisen als „ortsübliche Preise“, wenn es darum geht, Rechnungen unter dem Gesichtspunkt zu beurteilen, ob der Tatbestand des Wuchers erfüllt ist. Rainer Böddecker, der den „Schlossprofi“ beim Landesverband Hessen betreut, freut sich: „Damit können wir wenigstens den Umsatz begrenzen, den diese Schlüsseldienste machen“. Jüngst erst hatte das Oberlandesgericht Hamm mit einem Urteil die Rechte der Verbraucher gegenüber solchen Praktiken gestärkt. Überteuerte Rechnungen, so die Richter, müssen nicht bezahlt werden. Umso bedauerlicher ist es, so Rainer Böddecker, dass alle Versuche, den „Schlossprofi“ auch in anderen Regionen zu etablieren, bisher ohne Erfolg blieben. Zumal die Sicherheitstechnik, davon ist auch Karlheinz Efkemann vom Bundesverband Metall in Essen überzeugt, ein Markt ist, der Metallbauern und Schlossern erhebliche Wachstumspotenziale eröffnen kann. Allerdings müsste dafür dieses Angebot, so die Experten des Metallverbandes, als „Schlüssel-Kompetenz“ von Metallbetrieben stärker im Bewusstsein der Öffentlichkeit und der potenziellen Kunden verankert werden. „Der Schlossprofi“ könnte in diesem Sinne als bundesweites Angebot vielen Unternehmen die Tür zu neuen Märkten öffnen. Dies wäre umso erfolgversprechender, wenn das Angebot in eine strategische Offensive und Bündelung aller sicherheitsrelevanten Dienstleistungen und Produkte eingebunden wäre. Den Landesfachgruppen Schließ- und Sicherungstechnik, die sich regelmäßig mit diesem Markt beschäftigen, kommt dabei im Metallverband eine Schlüsselrolle zu. Unternehmen, die dieses Potenzial erkannt haben und gemeinsam darüber nachdenken wollen, wie dieses Thema vorangebracht werden kann, erhalten nähere Informationen bei Rainer Böddecker im Fachverband Metall Hessen oder bei Karlheinz Efkemann im Bundesverband Metall.
Kontakt
Karlheinz Efkemann
Bundesverband Metall (BVM)
Vereinigung Deutscher Metallhandwerke
Ruhrallee 12
45138 Essen
Tel.: +49(0)201 89 619 14
E-mail: karlheinz.efkemann@metallhandwerk.de
www.metallhandwerk.de
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