Wohnen auf dem Wasser

Wilde Metallbau GmbH als Pionier der schwimmenden Häuser

Nur wenige Anbieter haben sich in Deutschland bisher an das Thema „Wohnen auf dem Wasser“ gewagt. Mit gutem Grund, denn in Deutschland tun sich die Behörden mit der Genehmigung von Bau- und Liegeplätzen auf dem Wasser schwer. Dabei könnte es so schön sein. An begeisterten Kunden mangelt es jedenfalls nicht. Dies ist übereinstimmend die Aussage aller Pioniere, die sich bisher auf diesen Innovationspfad begeben haben. Auch im Kontext des Klimawandels haben schwimmende Häuser bei Planern Konjunktur. Wer am Wasser baut ist gut beraten, eine Konstruktion zu wählen, die das Haus im Fall der Fälle zur Arche Noah werden lässt. In Küstenanrainerregionen in Holland oder Louisiana entdecken Planer das Wasser als Herausforderung und Lebensraum. Die katastrophalen Folgen des Wirbelsturms Katrina in New Orleans werfen für beim Wiederaufbau ganz neue Fragen an die Konstruktion von Neubauten auf.

Dass er als „Pionier“ der „schwimmenden Häuser“ Furore machen würde, war dem Kunstschmied, Metallbaumeister und Schweißfachmann Thomas Wilde (42) nicht in die Wiege gelegt. Als er und seine Schwester das Familienunternehmen übernahmen, lag der Schwerpunkt der Unternehmensentwicklung im Stahlbau und war von außergewöhnlicher Dynamik. Die Wilde Metallbau GmbH aus Geierswalde in der Lausitz ist in wenigen Jahren unter Führung des „Wildeteams“ zu einem bundesweit erfolgreichen Metallbauunternehmens herangewachsen, das auch außergewöhnlichen Anforderungen und Projekten gewachsen ist.

Der Einstieg in das maritime Wohnen ergab sich für den Metallbauer in Zusammenarbeit mit der Internationalen Bauausstellung, die seit 2000 das Ziel verfolgt, die vom Bergbau geprägte Lausitz in eine paradiesische Seenlandschaft zu verwandeln, mit einer Ausstrahlungskraft, die weit über die Region hinaus wirksam ist. 

Seine Liebe zum Wasser und zum Metall (Firmenmotto: Wir haben Metall begriffen) motivierten Thomas und Kerstin Wilde zu ihrem ersten Investment. In Zusammenarbeit mit einem Berliner Architekten entstand der Prototyp „Go-tic“.  Ein auf einer Stahlkonstruktion beruhenden Fertighaus in Modulbauweise, das sowohl zu Wasser als auch auf dem Land als Wohn- oder Ferienhaus zu nutzen ist. Die ersten Go-tic Prototypen sind heute als Gästehäuser in der Vermietung.

Mit dem zweiten Prototypen, dem Modulhaus ar-che, das inzwischen verschiedene Designpreise erhielt, beschritt das Geschwisterehepaar Wilde gleich zwei Mal Neuland. Geschäftsführerin Kerstin Wilde wagte sich in Zusammenarbeit mit dem Berliner Architekten Ecke auf das Terrain der Architektur und Produktgestaltung. Thomas Wilde machte den Schritt zum Projektentwickler.

Mit dem Wohnhafen Scado soll nun die Probe aufs Exempel gemacht werden. 1,3 ha Land und 2,2 ha Wasserfläche wurden im Erbbaurecht erworben. 20 schwimmende und 9 landseitige „ar-chen“ werden hier entstehen, die für eine ganzjährige Nutzung geeignet sind. Die Ver- und Entsorgung der schwimmenden Häuser erfolgt über integrierte Leitungssysteme der Steganlage zum Land. Jedes Haus verfügt über einen eigenen Bootsliegeplatz.

Die postmodernen gestalteten Häuser sind auch energietechnisch auf dem neusten Stand. Sie erfüllen, je nach Standort den KfW 40 und KfW 60 Standards und sind auch als Passivhaus zu erhalten. 

Mit der Gründung der steeltec 37 (www.steeltec37.com) hat sich das Unternehmen Wilde vollends ins Projektgeschäft begeben. Seit diesem Frühjahr werden die Scado-Häuser und die Wilde- „Archtetypen“ auf Messen vermarktet. Das ist kein einfaches Geschäft. Während die sofort projektierbaren und genehmigungsfähigen Standorte in der Lausitz wegen ihrer geografischen Randlage zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch auf wenig Gegenliebe bei Kunden stoßen, tun sich die begehrten Standorte in Hamburg, Berlin oder Schleswig-Holstein mit der Ausweisung von „Bauplätzen“ schwer.

Die große Begeisterung, auf die die kürzlich fertiggestellte Arche auf dem Geierswalder See gestoßen ist, bekommt in kürze weiter Nahrung. Sechs weitere schwimmende Häuser sind in der Planung und Konstruktion. Selbst wenn der Verkauf derzeit nur langsam anläuft, macht das für die Wilde-Geschwister auf jeden Fall Sinn. Wie viele andere gute Unternehmer gibt es auch in diesem Fall einen „Plan B“. Als Ferienhäuser stoßen die Archen schon jetzt auf begeisterte Nachfrage. Die Aussicht, mit dem Geräusch von plätschernden Wellen einzuschlafen und dem Anblick unverbauter Seenlandschaft zu erwachen, hat für viele Menschen eine große Faszination.


Kontakt
Wilde Metallbau GmbH
Finsterwalder Straße 15
03238 Massen
Tel: +49(0)35 31 79 67 0
Fax: +49(0)35 31 79 67 99
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