Bühne frei für den Spitzennachwuchs
In Northeim traf sich die junge Handwerkerelite.13. November 2010. Die Stadthalle Northeim war bis auf den letzten Platz gefüllt. Denn an diesem Tag gehörte die Bühne dem Spitzennachwuchs des Metallhandwerks. Nicht nur die Sieger des Bundesleistungswettbewerbs im Metallhandwerk wurden bekannt gegeben und geehrt. Die Absolventen der Northeimer Meisterklassen bekamen ihren Meisterbrief überreicht und die Besten des Jahrgangs wurden ausgezeichnet. Im Publikum fieberten Familienmitglieder, Freunde und Ausbilder mit dem Spitzennachwuchs.
Peter Mader, Präsident des Bundesverband Metall eröffnete die Veranstaltung mit einer Reflexion über das Wesen von Bildung und Könnerschaft. Faktenwissen sei nicht alles. Gutes Lernen brauche den ganzen Menschen und auch Emotionen. Jeder könne erfolgreich sein, ganz gleich, mit welchem Abschluss man die Schule verlasse. Entscheidend seien Neugierde und Lust am Nachdenken und Ausprobieren. Wissen und Können seien Rohstoffe, die sich bei Gebrauch vermehrten. Der Dank des Präsidenten galt auch den Familien, den Ausbildungsbetrieben, Lehrmeistern und Dozenten, die die jungen Menschen auf ihrem Weg begleitet und gefördert hatten.Die nachfolgende Talkrunde stand im Zeichen des drohenden Fachkräftemangels. Erwin Kostyra, Vorsitzender des Bildungswerks Deutscher Metallhandwerke, brachte die Antworten des Handwerks auf die Herausforderung „demographischer Wandel“ auf den Punkt: Berufsorientierung in den Schulen, verstärkte Integrationsbemühungen und ein Laufbahnkonzept, das lebenslange Karrieren ermögliche. Last but not least hob er hervor, dass nirgendwo der Sprung in die Selbstständigkeit so früh möglich sei wie im Handwerk. Das konnte Gesprächsteilnehmer und Jungmeister Steffen Gutermuth nur bestätigen. Der frischgebackene Feinwerkmechanikmeister freut sich auf die Führungsaufgaben im elterlichen Betrieb. Und David Stumpf, Teilnehmer am Bundesleistungswettbewerb gewann die Sympathien der Zuhörer, indem er den Leistungswettbewerb mit Formel-1-Rennen verglich. Ihm habe es Spaß gemacht, Gas zu geben. David Stumpf möchte nun Maschinenbau studieren und später im Ausland arbeiten, die Welt kennen lernen.
Anschließend wurden die Sieger im Bundesleistungswettbewerb bekannt geben. Einen Tag lang hatten die Besten der Besten im Metallhandwerk, darunter zwei junge Frauen, um den begehrten Titel gekämpft und bis spät in die Nacht gefeiert. Juryvorsitzender Jürgen Gottsberg, der auf 25 Jahre Juryarbeit zurückblicken kann, war mit dem Niveau der Bewerber sehr zufrieden. Mit einer Goldmedallie wurden ausgezeichnet:
• Bundessieger in der Zerspanungstechnik, Dreh- und Frästechnik
Nils Obermüller, Werner Hübner GmbH, Lüneburg, (Niedersachsen )
• Bundessieger in der Feinwerkmechanik
Timo Selzer, Kautenburger GmbH, Merzig (Saarland)
• Bundessieger im Bereich Metallbau, Konstruktion
Benedikt Knauf, Kevag Koblenzer Elektrizitäts- und Verkehrs AG,
Koblenz (Rheinland-Pfalz)
• Bundessieger im Bereich Metallbau Nutzfahrzeugbau
Rene Stolle, Schütte Fahrzeug GmbH, Wardenburg (Niedersachsen)
• Bundessieger Metallbau, Metallgestaltung
Jonas Güth, Fa. Herbst aus Beilstein (BaWü)
• Bundessieger Kunst- und Glockengießer, Metallguss
Julius Maas, Eifler Glockengießerei Cornelia Mark-Maas,
Schalkenmehren (Rheinland Pfalz).
Von der SIGNAL IDUNA Versicherung wurden die Bundessieger und die Ausbildungsmeister eingeladen, sich das letzte Heimspiel von Borussia Dortmund in Deutschlands größtem Fußballstadion, dem SIGNAL IDUNA-Park anzusehen.
Anschließend wurden vierzig Meisterbriefe ausgehändigt. Alle Jungmeister haben am Bundesfachzentrum Metall und Technik in Vollzeit oder in Teilzeitmaßnahmen ihren Meister gemacht. Unter den Abgängern waren auch fünf so genannte Abimeister, die nach dem Abitur im Rahmen des „Northeimer Modell“ in zwei Jahren die Ausbildung zum Gesellen durchlaufen und nach einem weiteren Jahr die Meisterprüfung abgelegt hatten.
Kontakt
Karlheinz Efkemann BUNDESVERBAND METALL (BVM)
Vereinigung Deutscher Metallhandwerke
Ruhrallee 12
45138 Essen
Tel.: 0049(0)201-8961914
Karlheinz.Efkemann@Metallhandwerk.de
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