Interkulturelles Training:
Damit die Ausbildung gelingt.
Wie kann ich die interkulturellen Kompetenzen meines Mitarbeiters als Potenzial für das Unternehmen sinnvoll nutzen? Wie kann ich über kulturelle Differenzen hinaus erfolgreich kommunizieren und kooperieren? Wie motiviere ich ein interkulturelles Team? Wie moderiere ich Konflikte in einer multikulturellen Gruppe?Damit eine Berufsausbildung nicht an alltäglichen Schwierigkeiten scheitert und kulturelle Vielfalt für alle als eine Bereicherung erfahren wird, bietet der Bundesverband Metall Führungskräften ein speziell für Metallbetriebe konzipiertes eintägiges Training an. Dieses Training, das gemeinsam mit der Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH) entwickelt wurde, legt Grundlagen für interkulturelle Kompetenzen, die für das Miteinander in der Ausbildung und im Betrieb entscheidend sein können.
Um den Fachkräftebedarf des Metallhandwerks zu decken, müssen in Zukunft immer mehr Jugendliche mit Migrationshintergrund ausgebildet werden. Der Erwerb interkultureller Kompetenzen ist daher für Führungskräfte im Metallhandwerk heute ein „Muss“.
Gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union bietet der Bundesverband Metall im Rahmen des Programms „Xenos - Integration und Vielfalt“ bundesweit eintägige Trainings an, die Ausbilder und Führungskräfte im Metallhandwerk zum interkulturellen Dialog befähigen. Die Teilnehmer lernen die Bedeutung eigener und fremdkultureller Prägungen zu verstehen, üben den Perspektivwechsel und erwerben neue Techniken, um mit irritierenden und konflikthaften Situationen umzugehen.
Musa Dagdeviren, Mitbegründer des Kölner Instituts für Interkulturelle Kompetenz (KIIK), der die Trainings leitet, legt Wert darauf, die Teilnehmer für die Bedeutung kultureller Hintergründe zu sensibilisieren und mit eigenen Stereotypen über fremde Kulturen vorsichtig umzugehen. Dagdeviren: „Im direkten Umgang mit Auszubildenden sollten Ausbilder als allererstes ihre Wahrnehmung und Beobachtung den Auszubildenden mitteilen und sich bestimmte Verhaltensweisen oder Einstellungen erklären lassen. Mit eigenen Interpretationen sollten Ausbilder zurückhaltend umgehen, denn wenn das Verhalten des Gegenüber kulturelle Hintergründe haben sollte, kann man mit der Interpretation falsch liegen.“
Hans Bernd Grönewald, Geschäftsführer der MTE Metallbautechnischer Elementebau GmbH nahm an dem ersten Training in Köln teil. Grönewald: „Es kommt darauf an, die Welt auch aus der Sicht des Gegenübers zu sehen und die Sitten und Gebräuche, die ihm wichtig sind, in die Kommunikation mit einzubeziehen.“
Zwischenzeitlich wurde ein weiteres Training in Kooperation mit dem Landesverband Berlin-Brandenburg durchgeführt. Die Teilnehmer waren sich einig und haben das Seminar durchweg positiv beurteilt. Praxisbezug und persönliche Erkenntnisse wurden besonders hervorgehoben.
Die nächsten Trainings finden statt: am 18. Januar 2011 in Paderborn, am 15. Februar 2011 in Stuttgart, am 07. April 2011 in Mainz und am 12. Mai 2011 in Nürnerg.
Nähere Informationen und Anmeldungen bei:
Melanie Kochanek / Nicole Fandrich
Kontakt
Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH)
Sternwartstraße 27-29
40223 Düsseldorf
Tel: +49(0)211-302009-27
E-Mail: mkochanek@zwh.de / nfandrich@zwh.de
Die Imagekampagne des Deutschen Handwerks: Metall ist dabei mehr>


