Pressemitteilung

Bundesverband Metall (BVM)
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Essen, 3. Februar 2012

Präsident der Europäischen Metallunion:
"Gleichstellung des Meisters mit Bachelor ist ein Meilenstein für Europas Handwerk".


Erwin Kostyra, Präsident der Europäischen Metallunion ( www.emu-kmu.eu) und Vizepräsident des Bundesverbandes Metall begrüßt die jetzt beschlossene Regelung zur Einstufung des Meisters und des Technikers in den Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR). Die Europäische Metallunion hat seit zwölf Jahren einen EMU Berufspass, der die Qualifikation der Passinhaber darstellt. Dieser Pass soll gemäß der Anforderung der EU Anerkennungsrichtlinie in einen Kompetenzpass, der die Vergleichbarkeit von Qualifikationen und Bildungsabschlüssen nach heutigem Standard  ermöglicht, umgestaltet werden. Der Kompetenzpass basiert auf dem Europäischen (EQF) und dem deutschen (DQF) Qualifikationsrahmen und soll die Mobilität der Arbeitnehmer erleichtern, sowie von  kleinen und mittleren Unternehmen im Metallhandwerk als Personalentwicklungs-Instrument genutzt werden.

Als Vizepräsident des Bundesverbandes Metallhandwerk ist der Berliner Unternehmer außerdem hoch zufrieden über die Bewertung des Meisters und des Technikers durch die DQR-Kommission. Kostyra: "Es ist großartig, dass der Meister jetzt ganz offiziell dem Bachelor gleichgestellt wurde. Das ist nicht nur eine Chance für unsere Betriebe - es ist auch eine Chance für das Handwerk und für die Berufsbildung in Europa. Ich bin froh, dass der monatelange Streit mit der Kultusministerkonferenz über die Gleichwertigkeit beruflicher und allgemeinbildender Abschlüsse jetzt zu Gunsten des Handwerks entschieden wurde. Dies trägt der Tatsache Rechnung, dass die duale Ausbildung einer der bedeutendsten Gründe für Deutschlands wirtschaftliche Stärke in der Welt ist und eine der Ursachen für ihre Innovationskraft. Endlich können wir jedem Abiturienten offensiv signalisieren: Die Ausbildung im Handwerk und der Meisterabschluss ist nicht nur wirtschaftlich besonders interessant, weil man von Anfang an Geld verdient, sie ist in Deutschland und Europa genauso viel Wert wie ein Studium. Deutschlands Gesellen und Meister, die schon heute überall gern gesehen sind, haben jetzt in Europa und der Welt noch bessere Chancen, Karriere zu machen. Das jetzige Verfahren erleichtert die Mobilität aller Arbeitnehmer in einem Europa, in dem auch deutsche Metallbetriebe immer häufiger grenzüberschreitend arbeiten."

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